2. Halbjahr 2020

Geschichtlich­es Forum

Ver­anstal­tung­sort:
Stadt­bücherei Lüden­scheid
Graf-Engel­bert-Platz 6
(Auf Aus­nah­men wird bei den betrof­fe­nen Ver­anstal­tun­gen hingewiesen)

Der Geschichts- und Heimatvere­in e. V. set­zt seine Vor­tragsrei­he zu The­men der Geschichte und Zeit­geschichte fort. Die Vorträge haben eine Dauer von bis zu ein­er Stunde; für das anschließende Gespräch ist etwa eine halbe Stunde vorge­se­hen. Der Ein­tritt ist frei. Der Ein­lass ist um  17 Uhr.

Vor­sitzende des Geschichts- und Heimatvere­ins: Dr. Arn­hild Scholten
Leit­er des Geschichtlichen Forums: Dr. Diet­mar Simon

 

10. Sep­tem­ber, 17.30 Uhr:

Das ver­has­ste Wun­derkind – Leben, Ster­ben und Wiederge­burt des Sauer­land-Cen­ters“

Ref­er­ent: Fabi­an Paf­fendorf, Breck­er­feld

Dieser Vor­trag musste aus organ­isatorischen Grün­den aus­fall­en und wird ins näch­ste Jahr ver­schoben. Der Saal der Stadt­bücherei ist derzeit für unsere Ver­anstal­tun­gen seit­ens der Stadt noch nicht freigegeben.

 
Auf­grund der Coro­na-Pan­demie und der damit ver­bun­de­nen Schutzverord­nung des Lan­des NRW ste­ht die Ankündi­gung der fol­gen­den Vorträge noch unter einem Vor­be­halt. Bitte beacht­en Sie die aktuellen Hin­weise zu unseren Ver­anstal­tun­gen in der lokalen Presse (Lüden­schei­der Nachricht­en) und auf der Home­page des Geschichts- und Heimatvere­ins. In der Stadt­bücherei sind die gel­tenden Regeln zu beacht­en (Mund-Nasen-Bedeck­ung bis zum Sitz­platz, Abstand hal­ten, vorherige Anmel­dung).

 

8. Okto­ber, 17.30 Uhr:

Sil­ber­berg oder Der Traum vom Reich­w­er­den und die Abschaf­fung des Bargelds“

Ref­er­entin: Bel­lis Klee-Rosen­thal, Lüden­scheid

Wir befind­en uns im Jahr 2021. Nach­dem das Bargeld­ver­bot erlassen wurde, unter­liegt ganz Deutsch­land dem Chip-Zwang … GANZ Deutsch­land? Nein, eine kleine Stadt auf einem Hoch­plateau mit­ten im bewalde­ten Hügel­land, genan­nt Sauer­land, wehrt sich stand­haft gegen das Implantieren eines Bezahl-Chips unter die Haut. Allen voran der mutige Bürg­er­meis­ter der Stadt auf dem Berg. Deren stre­it­bare Bewohn­er beziehen ihren Mut aus langer Schützen­tra­di­tion. Sie stellen unter Beweis, dass Geld nicht alles ist und schaf­fen in kurz­er Zeit ein Sys­tem, mit dem alle Bürg­er ohne Geld über­leben kön­nen — und sog­ar ohne Erdöl, welch­es weltweit ver­siegt ist. Mit­ten in diese span­nende Zeit, an diesen erstaunlichen Ort kommt ein Flüchtlingspaar mit Baby von wei­ther mit einem Tes­ta­ment, das ihnen großen Reich­tum ver­heißt. Aber auch andere Leute träu­men von Reich­tum in Form eines Sil­ber­schatzes … der ruht einst­weilen tief unter der Erde im Berg — und auch an anderen Orten. Kommt es zum Kampf um den Schatz? Ein kleines Dorf nahe der kämpferischen Stadt und einige geschicht­strächtige, sagenum­wobene Orte wer­den zum Schau­platz der Schatz­suche — im Ver­lauf deren ein Zwerg auftritt und ein Gespenst. Selt­same und unheim­liche Dinge geschehen. Was aber kann man anfan­gen mit einem Sil­ber­schatz in Zeit­en der Geld­losigkeit? – Die Autorin liest aus ihrem Werk, das erkennbare Bezüge zu ihrer Lüden­schei­der Heimat hat, so zum Sil­berg und zum Bre­meck­er Ham­mer.       

 

5. Novem­ber, 17.30 Uhr:

Flucht­punkt Karibik. Jüdis­che Emi­gra­tion nach Sosúa“

Ref­er­ent: Hans-Ulrich Dill­mann, Lüden­scheid

Auf ihrer Flucht vor der nation­al­sozial­is­tis­chen Ver­fol­gung fan­den jüdis­che Lüden­schei­derin­nen und Lüden­schei­der in Eng­land, Frankre­ich, den Nieder­lan­den, Bel­gien und Großbri­tan­nien, aber auch in Aus­tralien, Thai­land, den Philip­pinen, in Chi­na, Kolumbi­en, Kuba Auf­nahme. In der Karibik hat­te die jüdis­che Hil­f­sor­gan­i­sa­tion JOINT in der Dominikanis­chen Repub­lik ein Kib­buz ini­ti­iert, um Juden aus Europa einen sicheren Zuflucht­sort, Arbeit und Auskom­men zu bieten. Während der Deko­ra­teur Wal­ter Blum, der 1938 und 1939 in Lüden­scheid wohnte, nach ein­er aben­teuer­lichen Reise gelang, den Häsch­ern zu entkom­men, scheit­erten die Hoff­nun­gen der Hau­sangestell­ten Mar­garete Levy, die mit ihrem späteren Mann und einem Kleinkind eben­falls in das land­wirtschaftliche Genossen­schaft­spro­jekt auswan­dern wollte.

Hans-Ulrich Dill­mann berichtet über die Grün­dung und Entste­hung der jüdis­chen Sied­lung Sosúa an der Nord­küste der zweit­größten Karibikin­sel His­pan­io­la, ihren Ursprung auf der inter­na­tionalen Flüchtlingskon­ferenz 1938 im schweiz­erischen Évian-les-Bains am Gen­fer See, den Hoff­nun­gen der Geflo­henen, den Schwierigkeit­en beim Auf­bau im Tropen­land und dem, zum Teil tragis­chen Schick­sal von Wal­ter Blum und Mar­garete Levy.

 

03. Dezem­ber, 17.30 Uhr:

Tech­nol­o­gis­ch­er Fortschritt in der Lüden­schei­der Indus­trie vom 19. bis zum 21. Jahrhun­dert“

Ref­er­ent: Otto Brauck­mann, Lüden­scheid

Die Lüden­schei­der Indus­trie war immer von der Ver­ar­beitung von Eisen und anderen Met­allen geprägt wor­den. Später kamen die Elek­tro- und die Kun­st­stoffind­us­trie hinzu. Ihren Auf­stieg als indus­triell geprägte Mit­tel­stadt ver­dank­te Lüden­scheid nicht zulet­zt der Anpas­sungs- und Inno­va­tions­fähigkeit sein­er Unternehmen, die mit einem tech­nol­o­gis­chen Fortschritt ein­herg­ing. Otto Brauck­mann, selb­st aus ein­er alten Unternehmer­fam­i­lie stam­mend, fasst diese Entwick­lung bis in unsere Zeit zusam­men.