1. Halbjahr 2020

Geschichtlich­es Forum

Ver­anstal­tung­sort:
Stadt­bücherei Lüden­scheid
Graf-Engel­bert-Platz 6
(Auf Aus­nah­men wird bei den betrof­fe­nen Ver­anstal­tun­gen hingewiesen)

Der Geschichts- und Heimatvere­in e. V. set­zt seine Vor­tragsrei­he zu The­men der Geschichte und Zeit­geschichte fort. Die Vorträge haben eine Dauer von bis zu ein­er Stunde; für das anschließende Gespräch ist etwa eine halbe Stunde vorge­se­hen. Der Ein­tritt ist frei. Der Ein­lass ist um  17 Uhr.

Vor­sitzende des Geschichts- und Heimatvere­ins: Dr. Arn­hild Scholten
Leit­er des Geschichtlichen Forums: Dr. Diet­mar Simon

Wichtiger Hin­weis:
Auf­grund des zunehmenden Besucher­in­ter­ess­es wer­den beim Ein­lass um 17 Uhr Platzkarten verteilt, um sicherzustellen, dass nicht mehr Besuch­er an der Ver­anstal­tung teil­nehmen, als dies aus brand­schutztech­nis­chen Grün­den erlaubt ist. Es emp­fiehlt sich daher, frühzeit­ig zu den Ver­anstal­tun­gen zu erscheinen. Eine Reservierung der Platzkarten ist nicht möglich.

 

16. Jan­u­ar, 17.30 Uhr:

Der (Alb)traum Kon­sum­bunker – Das City-Cen­ter Lüden­scheid“

Ref­er­ent: Fabi­an Paf­fendorf, Lüden­scheid

Anschließend Neu­jahrsemp­fang des Geschichts- und Heimatvere­ins Lüden­scheid e.V.

Mitte der 1960er-Jahre gelangte eine neue Art von Gewer­beim­mo­bilie nach West-Deutsch­land – Shop­ping­cen­ter. Große Waren­hauskonz­erne tat­en sich mit Architek­ten und Inve­storen zusam­men, um kün­stlich angelegte Einkauf­sstraßen mit vie­len kleineren Geschäften um ihre Häuser herum zu real­isieren. 1973 wurde im Zuge dessen der Abriss des Lüden­schei­der Kaufhof-Stammhaus­es am Straßen­stern beschlossen. Der Konz­ern, der Finanzi­er Hans Grothe und Architekt Horst Reck­ewell real­isierten einen Neubau, einge­fasst in die Struk­tur eines Einkauf­s­cen­ters an der oberen Alte­naer Straße. Das später City-Cen­ter-Lüden­scheid getaufte Großpro­jekt ent­pup­pte sich let­ztlich zugle­ich als Einkauf­s­paradies wie auch als Angstraum. Der Vorgänger­bau des Stern-Cen­ters existierte ger­ade ein­mal von 1977 bis 1991. Der Jour­nal­ist Fabi­an Paf­fendorf zeich­net den Weg der Immo­bilie vom gefeierten Kon­sumtem­pel zum Skan­dal­bau nach.

 

27. Feb­ru­ar, 17.30 Uhr:

Die Geschichte der Lüden­schei­der Kranken­häuser“

Ref­er­ent: Prof. Dr. Rolf Lar­isch, Lüden­scheid

Seit rund 160 Jahren gibt es in der Stadt Lüden­scheid ein Kranken­haus. Eigentlich aber waren es im Laufe der Zeit mehrere, die eine immer größere Bedeu­tung beka­men und ihre Ausstat­tung erhe­blich verän­derten. Der Direk­tor der Klinik für Nuk­learmedi­zin in Hellersen, Prof. Dr. Lar­isch, wech­selt von der Per­spek­tive des Medi­zin­ers in die des His­torik­ers, wenn er über diese Geschichte berichtet. Er schildert die Entwick­lung des Lüden­schei­der Kranken­hauswe­sens von seinen beschei­de­nen Anfän­gen mit­ten in der Stadt bis zum Großk­linikum, das vor weni­gen Jahrzehn­ten auf der ‚grü­nen Wiese‘ im Gebi­et der ehe­ma­li­gen Landge­meinde ent­stand. Erfahren wird man dabei, welch große Bedeu­tung pri­vate Spenden für die Errich­tung des ersten Hos­pi­tals im 19. Jahrhun­dert besaßen und welche Rolle ein­heimis­che Unternehmer hier­bei spiel­ten. Erfahren aber wird man auch, wie es dazu kam, dass in unser­er Zeit eines der größten kom­mu­nalen Kranken­häuser Deutsch­lands ger­ade hier im Sauer­land zu find­en ist.

 

26. März, 17.30 Uhr:

Sil­ber­berg oder Der Traum vom Reich­w­er­den – Autoren­le­sung“

Ref­er­entin: Bel­lis Klee-Rosen­thal, Lüden­scheid

Diese Ver­anstal­tung find­et im Stu­dio der Stadt­bücherei statt.

Wir befind­en uns im Jahr 2021. Nach­dem das Bargeld­ver­bot erlassen wurde, unter­liegt ganz Deutsch­land dem Chip-Zwang … GANZ Deutsch­land? Nein, eine kleine Stadt auf einem Hoch­plateau mit­ten im bewalde­ten Hügel­land, genan­nt Sauer­land, wehrt sich stand­haft gegen das Implantieren eines Bezahl-Chips unter die Haut. Allen voran der mutige Bürg­er­meis­ter der Stadt auf dem Berg. Deren stre­it­bare Bewohn­er beziehen ihren Mut aus langer Schützen­tra­di­tion. Sie stellen unter Beweis, dass Geld nicht alles ist und schaf­fen in kurz­er Zeit ein Sys­tem, mit dem alle Bürg­er ohne Geld über­leben kön­nen — und sog­ar ohne Erdöl, welch­es weltweit ver­siegt ist. Mit­ten in diese span­nende Zeit, an diesen erstaunlichen Ort kommt ein Flüchtlingspaar mit Baby von wei­ther mit einem Tes­ta­ment, das ihnen großen Reich­tum ver­heißt. Aber auch andere Leute träu­men von Reich­tum in Form eines Sil­ber­schatzes … der ruht einst­weilen tief unter der Erde im Berg — und auch an anderen Orten. Kommt es zum Kampf um den Schatz? Ein kleines Dorf nahe der kämpferischen Stadt und einige geschicht­strächtige, sagenum­wobene Orte wer­den zum Schau­platz der Schatz­suche — im Ver­lauf deren ein Zwerg auftritt und ein Gespenst. Selt­same und unheim­liche Dinge geschehen. Was aber kann man anfan­gen mit einem Sil­ber­schatz in Zeit­en der Geld­losigkeit?

 

23. April, 17.30 Uhr:

Zwis­chen Krieg und Krise. Lüden­scheid im Jahre 1920“

Ref­er­ent: Dr. Diet­mar Simon, Lüden­scheid

Genau hun­dert Jahre ist es her, als der Erste Weltkrieg endgültig zu Ende ging, die Weimar­er Repub­lik ganz jung war und den­noch schon dun­kle Wolken zusam­men­zo­gen, die eine schlechte Zukun­ft erah­nen ließen. Wie erg­ing es in dieser Zeit ein­er Stadt und ihren Men­schen, die schein­bar weitab des großen Welt­geschehens und der tief­greifend­en Verän­derun­gen und Erschüt­terun­gen lagen, von denen Deutsch­land damals geprägt war? Der His­torik­er Diet­mar Simon erzählt von den Fol­gen des Krieges, die im Lüden­schei­der All­t­ag damals noch gegen­wär­tig waren, von Auf­bruch­be­we­gun­gen in der Kul­tur und im Stadt­bild, von wirtschaftlichen Krisen und ein­er poli­tis­chen Radikalisierung, wie es sie bis dahin noch nicht gegeben hat­te. Somit wird die Geschichte der Stadt Lüden­scheid im Jahre 1920 zu einem facetten­re­ichen Miniatur­bild, in dem sich die Zeit der frühen Weimar­er Repub­lik exem­plar­isch darstellen lässt und das gle­ichzeit­ig einen Ver­gle­ich mit der Gegen­wart hun­dert Jahre später ermöglicht.


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