2. Halb­jahr 2018

Geschicht­li­ches Forum

Ver­an­stal­tungs­ort:
Stadt­bü­che­rei Lüden­scheid
Graf-Engel­bert-Platz 6
(Auf Aus­nah­men wird bei den betrof­fe­nen Ver­an­stal­tun­gen hin­ge­wie­sen)

Der Geschichts- und Hei­mat­ver­ein e. V. setzt sei­ne Vor­trags­rei­he zu The­men der Geschich­te und Zeit­ge­schich­te fort. Die Vor­trä­ge haben eine Dau­er von bis zu einer Stun­de; für das anschlie­ßen­de Gespräch ist etwa eine hal­be Stun­de vor­ge­se­hen. Der Ein­tritt ist frei. Der Ein­lass ist um  17 Uhr.

Vor­sit­zen­de des Geschichts- und Hei­mat­ver­eins: Dr. Arn­hild Schol­ten
Lei­ter des Geschicht­li­chen Forums: Dr. Diet­mar Simon

Wich­ti­ger Hin­weis:
Auf­grund des zuneh­men­den Besu­cher­inter­es­ses wer­den beim Ein­lass um 17 Uhr Platz­kar­ten ver­teilt, um sicher­zu­stel­len, dass nicht mehr Besu­cher an der Ver­an­stal­tung teil­neh­men, als dies aus brand­schutz­tech­ni­schen Grün­den erlaubt ist. Es emp­fiehlt sich daher, früh­zei­tig zu den Ver­an­stal­tun­gen zu erschei­nen. Eine Reser­vie­rung der Platz­kar­ten ist nicht mög­lich.

 

13. Sep­tem­ber, 17:30 Uhr:

Die 700-Jahr-Fei­er der Stadt Lüden­scheid im Jah­re 1968”

Refe­ren­tin: Dr. Uta C. Schmidt, Essen

Im Jahr des 750-jäh­ri­gen Stadt­ju­bi­lä­ums drängt es sich auf, einen Blick zurück zu wer­fen auf das letz­te ‚run­de‘ Jubi­lä­um, das die Stadt Lüden­scheid vor fünf­zig Jah­ren beging, in einer Zeit, an die sich noch vie­le der Heu­ti­gen erin­nern. Im Jahr 1968, kurz vor der kom­mu­na­len Neu­ord­nung und dem Ver­lust der Kreis­frei­heit, ver­ge­wis­ser­te man sich mit einer gro­ßen Zahl von Ver­an­stal­tun­gen der Geschich­te und der Gegen­wart. Nicht zuletzt der gro­ße Umzug blieb im Gedächt­nis vie­ler haf­ten. In der Rück­blen­de erscheint der dama­li­ge Blick der Stadt auf sich sel­ber selbst­be­wusst und stolz, in man­cher­lei Hin­sicht auch befremd­lich.

 

11. Okto­ber, 17:30 Uhr:

Von der BME zur DB AG – Die Geschich­te der Eisen­bahn im Raum Lüden­scheid 1860 – 2018 (Teil 1)”

Refe­rent: Chris­toph Rie­del, Lüden­scheid

Auf der Höhe zwi­schen Vol­me und Len­ne gele­gen, hat­te es Lüden­scheid schwer, an das über­re­gio­na­le Netz der Ver­kehrs­we­ge ange­schlos­sen zu wer­den. Das aber war unab­ding­bar, um im indus­tri­el­len Zeit­al­ter zu einer bedeu­ten­den Stadt zu wer­den. Der ers­te Vor­trag einer zwei­tei­li­gen Rei­he zeigt die Ent­wick­lung des Schie­nen­ver­kehrs um und in Lüden­scheid von den Jah­ren der Pla­nung ers­ter Eisen­bahn­stre­cken um die Mit­te des 19. Jahr­hun­derts bis zum Ers­ten Welt­krieg. Dabei spie­len nicht aus­ge­führ­te Pro­jek­te, die sich sogar bis in die sech­zi­ger Jah­re erstreck­ten, eine wesent­li­che Rol­le. Ein zwei­ter Vor­trag über die Ent­wick­lung bis heu­te folgt 2019.

 

15. Novem­ber, 17:30 Uhr:

Was war eigent­lich beson­ders an den mär­ki­schen Rei­de­meis­tern?”

Refe­rent: Dr. Johan­nes Bracht, Mar­burg

Die Rei­de­meis­ter des 16. bis 18. Jahr­hun­derts wer­den in der mär­ki­schen Lokal­ge­schich­te ähn­lich iden­ti­täts­stif­tend gewür­digt wie die Fabriks­be­sit­zer des 19. Jahr­hun­derts. Was aber weiß man wirk­lich über sie? Basie­rend auf Quel­len­stu­di­en wird der Vor­trag spe­zi­ell die Lüden­schei­der Rei­de­meis­ter im Kon­text ihrer loka­len Gesell­schaft dar­stel­len und ihre Funk­ti­on in der regio­na­len Arbeits­tei­lung und Gewer­be­or­ga­ni­sa­ti­on erläu­tern. Lei­ten­de Fra­ge­stel­lung wird sein, wel­che Merk­ma­le in ähn­li­cher Gestalt auch in ande­ren Regio­nen zu fin­den sind, und wel­che die Rei­de­meis­ter und ihre Regi­on, das mär­ki­sche Sauer­land, spe­zi­ell aus­zeich­nen.

 

13. Dezem­ber, 17:30 Uhr:

Wil­helm Jockusch. Leben und Leis­tun­gen eines Bür­ger­meis­ters”

Refe­rent: Dr. Diet­mar Simon, Lüden­scheid

An der Spit­ze der Ver­wal­tung der Stadt Lüden­scheid stan­den im Ver­lau­fe der Geschich­te vie­le Bür­ger­meis­ter. Kei­ner von ihnen war län­ger im Amt und kaum einer bedeu­ten­der als Dr. Wil­helm Jockusch, der von 1896 bis 1930 die Geschäf­te der Berg­stadt führ­te. Vom Kai­ser­reich bis zum Vor­abend der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus reprä­sen­tier­te Jockusch nicht nur den pflichtreu­en Kom­mu­nal­be­am­ten. Unter sei­ner Ägi­de voll­zog Lüden­scheid viel­mehr den Über­gang zur moder­nen Mit­tel­stadt. Erst­mals wer­den, was längst über­fäl­lig ist, in die­sem Vor­trag Leben und Leis­tung einer der wich­tigs­ten loka­len Per­sön­lich­kei­ten im 20. Jahr­hun­dert nach­ge­zeich­net.


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