1. Halbjahr 2017

Geschichtlich­es Forum

Ver­anstal­tung­sort:
Stadt­bücherei Lüden­scheid
Graf-Engel­bert-Platz 6
(Auf Aus­nah­men wird bei den betrof­fe­nen Ver­anstal­tun­gen hingewiesen)

Der Geschichts- und Heimatvere­in e. V. set­zt seine Vor­tragsrei­he zu The­men der Geschichte und Zeit­geschichte fort. Die Vorträge haben eine Dauer von bis zu ein­er Stunde; für das anschließende Gespräch ist etwa eine halbe Stunde vorge­se­hen. Der Ein­tritt ist frei. Der Ein­lass ist um  17 Uhr.

Vor­sitzende des Geschichts- und Heimatvere­ins: Dr. Arn­hild Scholten
Leit­er des Geschichtlichen Forums: Prof. Gün­ter Spies

Wichtiger Hin­weis:
Auf­grund des zunehmenden Besucher­in­ter­ess­es wer­den beim Ein­lass um 17 Uhr Platzkarten verteilt, um sicherzustellen, dass nicht mehr Besuch­er an der Ver­anstal­tung teil­nehmen, als dies aus brand­schutztech­nis­chen Grün­den erlaubt ist. Es emp­fiehlt sich daher, frühzeit­ig zu den Ver­anstal­tun­gen zu erscheinen. Eine Reservierung der Platzkarten ist nicht möglich.

19. Jan­u­ar, 17.30 Uhr:

Die Fab­riken und die Arbeit­er im heimis­chen Raum“

Ref­er­ent: Otto Brauck­mann, Lüden­scheid

Der Vor­trag ste­ht im Zusam­men­hang mit den Arbeit­er­porträts von Heinz Wev­er, die in der Ausstel­lung „Heinz Wev­er – Illus­tra­tion, Pro­pa­gan­da, Porträt“  im Muse­um Lüden­scheid gezeigt wur­den. Sie verdeut­lichen die Beson­der­heit der heimis­chen Fab­riken und ihrer Arbeit­er­schaft, die aus der tra­di­tionellen kle­ingliedri­gen und fam­i­li­en­na­hen Eisen­ver­ar­beitung unser­er Gegend her­vorge­gan­gen ist. Durch die anfängliche Ansied­lung der Schmit­ten, Schleifkot­ten, Häm­mer oder Drahtrollen ent­lang der Gewäss­er war bere­its die ländliche Struk­tur der späteren Indus­trie und ihrer Arbeitswelt vorgegeben. Die Bilder zeigen zum einen die Arbeitswelt ein­er heute längst ver­gan­genen Epoche, sie zeigen aber auch Men­schen an ihrem Arbeit­splatz, der erkennbar nicht nur ihr Lebens­mit­telpunkt war, son­dern einen wichti­gen Teil ihrer Per­sön­lichkeit aus­machte. Wir laden zum Vor­trag beson­ders diejeni­gen ein, die noch eine Beziehung zu den Fab­riken und ihren Mitar­beit­ern haben.

Anschließend Neu­jahrsemp­fang des Geschichts- und Heimatvere­ins Lüden­scheid e.V.

Einen Bericht der Lüden­schei­der Nachricht­en über das Geschichtliche Forum und den Neu­jahrsemp­fang find­en Sie hier.

 

2. März, 17.30 Uhr:

Aus Herzens Über­fluß — Die Lüden­schei­der Mundar­tau­torin Emma Cramer-Crummen­erl“

Ref­er­ent: Peter Bürg­er, Chris­tine-Koch- Mundartarchiv am Muse­um Eslo­he

Emma Cramer-Crummen­erl (1875–1964) war eine Autorin von Lyrik in Lüden­schei­der Plattdeutsch und von volk­stüm­lichen Roma­nen in Hoch- und Plattdeutsch. Die Tochter eines Zin­ngießers heiratete 1894 den Huf­schmied Hein­rich Cramer und legte sich anschließend den Kün­stler­na­men Cramer-Crummen­erl zu. Zu ihrer schrift­stel­lerischen Tätigkeit gehörte auch das Ver­fassen der Zeitungskolum­nen Lechter­stün­neck­en (Lichter­stünd­chen).
Der Ref­er­ent Peter Bürg­er ist ein engagiert­er Pub­lizist und Erforsch­er der sauer­ländis­chen Mundart. Er hat in sein­er mehrbändi­gen „Sauer­ländis­chen Mundart-Antholo­gie“ viele mundartliche Werke vor dem Vergessen gerettet und kom­men­tiert. Darunter befind­en sich auch diejeni­gen der ehe­mals bekan­nten Lüden­schei­der Autorin, welche von ihm vorgestellt und ein­ge­ord­net wer­den.

Einen Bericht der Lüden­schei­der Nachricht­en über das Geschichtliche Forum find­en Sie hier.

 

30. März, 17.30 Uhr:

An der ‘Heimat­front’ — West­falen und Lippe im Ersten Weltkrieg “

Ref­er­ent: Dr. Her­mann-Josef Höper, LWL-Medien­zen­trum für West­falen

Der Erste Weltkrieg gilt heute als „Urkatas­tro­phe des 20. Jahrhun­derts“ (George F. Ken­nan). Zu den umwälzen­den Neuerun­gen, die ihn von früheren Waf­fengän­gen unter­schieden, gehörte, dass auch die Gesellschaften der kriegführen­den Staat­en bedin­gungs­los in den Dienst des Krieges gestellt und so zur „Heimat­front“ wur­den. Der Film „An der ‚Heimat­front‘ – West­falen und Lippe im Ersten Weltkrieg“ beleuchtet die Geschehnisse der Jahre 1914 bis 1918 expliz­it aus regionaler Per­spek­tive und dem Blick­winkel der Zivil­bevölkerung. Wie sah die Real­ität in West­falen-Lippe im Zeichen von Not, Ent­behrung, Krankheit, Tren­nung und Ver­lust aus? Dr. Her­mann-Josef Höper, wis­senschaftlich­er Mitar­beit­er des LWL-Medien­zen­trums für West­falen, stellt den Film vor, in dem es nicht zulet­zt um die Lebenserin­nerun­gen der Lüden­schei­derin Lisa Beuge geht, die den Krieg als Schü­lerin erlebte.

Einen Bericht der Lüden­schei­der Nachricht­en über diese Ver­anstal­tun­gen find­en Sie hier.

 

11. Mai, 17.30 Uhr:

Lesun­gen zum Tag des (freien) Buch­es“

Schü­lerin­nen und Schüler des Bergstadt-Gym­na­si­ums erin­nern mit Lesun­gen aus den Werken „ver­bran­nter Dichter“ an den Tag der Bücherver­bren­nung am 10. Mai 1933.

Ein weit­eres Mal erin­nert die Stadt­bücherei Lüden­scheid an den Tag der Bücherver­bren­nung am 10. Mai 1933, als öffentlich zehn­tausende Büch­er von jüdis­chen, marx­is­tis­chen und paz­i­fistis­chen Schrift­stellern ver­bran­nt wur­den. Auch der Bestand der Lüden­schei­der Volks­bib­lio­thek wurde in diesem Zusam­men­hang dez­imiert. Dies­mal find­et eine Lesung aus den Werken „ver­bran­nter“ Autorin­nen und Autoren in Koop­er­a­tion mit dem Bergstadt-Gym­na­si­um und dem Geschichts- und Heimatvere­in statt.

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8. Juni, 17.30 Uhr:

Der Ahe-Ham­mer – ein let­zter Zeuge der Ose­mu­ndin­dus­trie im märkischen Sauer­land“

Ref­er­ent: Dr. Klaus Hüt­te­bräuck­er, Her­scheid

Der Ahe-Ham­mer in Her­scheid ist ein bedeu­ten­des Kul­tur­denkmal zur Wirtschafts- und Tech­nikgeschichte unser­er Region und geht auf eine im 16. Jahrhun­dert gegrün­dete Ham­mer­schmiede zurück. Seine Geschichte und die des Gebäudes, das im späten 19. Jahrhun­dert errichtet wurde, erzählt Dr. Klaus Hüt­te­bräuck­er, Vor­sitzen­der des Geschichts- und Heimatvere­in Her­scheid.

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