Aktuelles

ANKÜNDIGUNG

Das neue Buch von Gerd Geisel und Dietrich Leutloff
wird am 18.12.2017 erscheinen. Es wird an diesem Tag um 16:30 Uhr in der Buchhandlung Thalia im Sterncenter präsentiert und kann ab diesem Zeitpunkt dort erworben werden

Die Lüdenscheider Nachrichten haben bereits einen Blick in das Buch werfen dürfen. Einen Bericht darüber finden Sie hier.

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In der Diskussion um die Eintragung des Kulturhauses in die Denkmalliste hat der GHV in einem Brief an den Bürgermeister vom 29.11.2017 folgende Stellungnahme abgegeben:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,                                                

Vorstand und Arbeitskreis Denkmalschutz des Geschichts-und Heimatvereins haben in einer Sondersitzung  zum Thema  „Denkmalschutz für das Kulturhaus“ eine gemeinsame Stellungnahme verabschiedet, die ich Ihnen heute zustellen möchte.

Das Wichtigste vorweg: Denkmalschutz und vorsichtige Modernisierung schließen sich nicht aus, wie andere Häuser in Lüdenscheid zeigen.

Für den GHV bilden das Äußere wie das Innere des Kulturhauses eine harmonische Einheit. Sie ist zurückzuführen auf die anthroposophische  Architektur, die  stadtbildprägend und einzigartig sowohl in der Form wie im Materialmix ist. In dieses einmalige architektonische Konzept sollten keine Eingriffe erfolgen, z. B. keine Wände eingezogen oder abgerissen werden, wie dies vor 2 Jahren vorgesehen war, als die VHS nach städtischen Plänen dort einziehen sollte. Nur weil sich etliche Bürger und Bürgerinnen, darunter auch der GHV, energisch dagegen aussprachen, wurde das Konzept fallen gelassen. Nach diesen Erfahrungen halten wir den Denkmalschutz  außen und innen für sehr angebracht.

Was die Umlage angeht, so ist sie architektonisch in das Gesamtkonzept eingebunden. Eine attraktivere  Gestaltung  der Grünflächen und des  Treppenaufgangs, heute z. T. ungepflegt oder gar verrottet, ist auch  bei einer Unterschutzstellung  möglich.

 Uns ist klar, dass man den gesamten Originalzustand des Kulturhauses  im Detail nicht auf Jahrzehnte konservieren kann. Kleinere .Modernisierungen z.B. bei Boden- und Deckenbelägen, Handläufen oder  Beleuchtung müssen möglich sein, da viele Materialien nach über 30 Jahren nicht mehr zu bekommen sind und, mit hohen Kosten verbunden, speziell angefertigt werden müssten. Selbstverständlich muss  Spielraum bleiben  für kleinere notwendige Veränderungen. 

Dem steht eine Unterschutzstellung aber nicht im Wege. Das zeigt z. B. die Schützenhalle am Loh, die seit langem unter Denkmalschutz steht und trotzdem behutsam modernisiert wurde (Fußbodenheizung, Bühne, Toiletten, Fußbodenbelag usw.). Die Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden war  nach Aussage der Verantwortlichen keineswegs von bürokratischen Hindernissen geprägt, sondern von Sachkenntnis und Vertrauen. Es gibt in Lüdenscheid mehrere  denkmalgeschützte Gebäude, die im Inneren unter Schutz stehende Teilelemente aufweisen. Das haben wir schon mehrfach erfahren, wenn wir einem Hausbesitzer unsere GHV-Plakette  für die besonders gelungene  Renovierung oder Restaurierung einer alten Hausfassade verleihen. Eine Prüfung im Einzelfall könnte auch  bei Maßnahmen im Kulturhaus  erfolgen.

Wir unterstützen ausdrücklich  eine Belebung des Hauses  durch  mehr  junge Menschen.  Wir wollen ein lebendiges Haus mit vielen Veranstaltungen für alle Jahrgänge, wobei die Jugend in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist. Aber auf keinen Fall darf der Innenraum einer jeweiligen Mode unterworfen werden, sich etwa an gerade angesagte Strömungen der Jugendkultur anpassen, dann wäre  alle paar  Jahre eine Umgestaltung notwendig und der einmalige  Charakter des Hauses ginge verloren. Wenn junge Leute ins Kulturhaus geholt werden sollen, muss dies vor allem über das Programm geschehen, wie es z.B. beim Poetryslam schon geglückt ist.  Eine verstärkte Nutzung der Säle mit jugendkulturellen Veranstaltungen, z. B. Schultheaterwettbewerben, Bandsessions, Fotoausstellungen usw. könnte dazu beitragen, ohne das architektonische Gesamtkonzept zu verändern. Es muss auch  gewährleistet sein, dass sich die bisherigen älteren Besucher  weiterhin dort wohlfühlen.

Der Niedergang und letztlich die Schließung des einstmals renommierten Restaurants hat ebenfalls  dazu beigetragen, dass das Kulturhaus nicht mehr so attraktiv ist wie in den Anfangsjahren. Ein gutes Restaurant zieht  Besucher, wie am Osthaus–Museum in Hagen und dem gegenüber liegenden Lokal „Novys Brasserie“ zu sehen ist, oder dem Cafe und Restaurant „Chagall““ am Kunstmuseum Ahlen. Wir sprechen uns deshalb mit Nachdruck dafür aus, das Restaurant so herzurichten, dass  es den Brandschutzvorschriften genügt und dass man sich anschließend intensiv um einen geeigneten Pächter bemüht.

Unser Fazit: Die  Unterschutzstellung des Kulturhauses außen wie innen  und seine Wiederbelebung schließen sich nicht aus. Sie sorgt im Gegenteil dafür, dass das Kulturhaus seinen einzigartigen Charakter nicht verliert und ein Schmuckstück der Stadt bleibt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Arnhild Scholten
Vorsitzende des GHV

Einen Bericht der Lüdenscheider Nachrichten über die Stellungnahme des GHV vom 02.12.2017 finden Sie hier.

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Home – Ein Heimatprojekt”

Ein Team der Lüdenscheider Museen bereitet zurzeit ein Projekt zusammen mit Jugendlichen vor. Der  Titel
„Home – Ein Heimatprojekt” nimmt darin die Überlegungen junger Menschen auf, ihre Zukunft in Lüdenscheid  oder außerhalb zu suchen.  In verschiedenen Gruppierungen  werden junge Menschen in Workshops – musikalisch, künstlerisch, poetisch – ihre Einstellung zu ihrer Heimatstadt Lüdenscheid unter die Lupe nehmen. Der GHV hat sich gern zur Kooperation bereit erklärt. Während der Begriff „Heimat“  viele Jahre als veraltet und verstaubt galt, gewinnt er in letzter Zeit  bei jungen Menschen an Attraktivität. In der globalisierten Welt rückt Heimat wieder als eine überschaubare Größe, als Bezugspunkt, als Ort der Geborgenheit, aber auch als Ort, an dem man sich reiben kann, ins Bewusstsein junger Menschen.

Einen ersten Artikel der Lüdenscheider Nachrichten vom 26.04.2017 zu dem Projekt finden Sie hier.

 

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Erhalt der Fassade des Gebäude Wilhelmstr. 10

Nach Auslaufen der Abbruchgenehmigung für das Gebäude Wilhelmstr.10 setzt sich der Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid erneut für die Eintragung der Fassade in die Denkmalliste ein.

Hier finden Sie einen Bericht der Lüdenscheider Nachrichten vom 22.10.2015 zu diesem Thema: Link

Die Stadt Lüdenscheid hat inzwischen entschieden, dass die Fassade des Gebäudes nicht in die Denkmalliste eingetragen werden wird. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Artikel der Lüdenscheider Nachrichten vom 08.12.2016, den Sie hier finden.

Der GHV hat daraufhin unter Hinweis auf die Gestaltungssatzung für die Altstadt sowohl an die Stadt Lüdenscheid als auch an die Eigentümerin des Gebäudes appelliert, die Fassade dennoch zu erhalten. Einzelheiten können Sie einem Bericht der Lüdenscheider Nachrichten vom 17.01.2017 entnehmen, den Sie hier finden.

 

Geplanter Umbau des Kulturhauses

Der Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid e.V. hat sich in einem offenen Brief gegen den von der Stadt Lüdenscheid geplanten Umbau des Kulturhauses ausgesprochen. Diesen offenen Brief können Sie über folgenden Link öffnen: Offener Brief zum Umbau des Kulturhauses

Einen Artikel der Lüdenscheider Nachrichten vom 20.10.2015 zu diesem Brief finden Sie hier.

Einen Bericht der Lüdenscheider Nachrichten vom 22.10.2015 über die Kritik von SPD und FDP an dem offenen Brief finden Sie hier.

Über die Kritik der CDU an der Kritik von SPD und FDP wird in diesem Artikel der Lüdenscheider Nachrichten vom 23.10.2015 berichtet.