Exkur­si­on nach Darm­stadt am 02.09.2017

Darm­stadt war das Ziel des Geschichts-und Hei­mat­ver­eins mit 44 Teil­neh­mern und Teil­neh­me­rin­nen unter der Lei­tung von Dr. Arn­hild Schol­ten. Zusam­men mit ihrem Mann Rolf Schol­ten führ­te sie die Besu­cher an aus­ge­wähl­ten Bei­spie­len durch Kunst in Darm­stadt im 19. Und 20. Jahr­hun­dert. Der Anfang stand ganz im Zei­chen des Jugend­stils. Zunächst besuch­te man die Mat­hil­den­hö­he mit den Häu­sern der Künst­ler­ko­lo­nie und dem Muse­um. Dort erhielt man Ein­blick in die Lebens­wei­se und die künst­le­ri­sche Gedan­ken-und Pro­duk­ti­ons­welt der Jugend­stil­künst­ler. Sie waren zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts vom Groß­her­zog ange­wor­ben wor­den. Auf der Mat­hil­den­hö­he schu­fen sie archi­tek­to­nisch und künst­le­risch ori­gi­nel­le Häu­ser und deren Innen­aus­stat­tung bis hin zum Ess­be­steck. Die rus­sisch-ortho­do­xe Kapel­le, die sich har­mo­nisch in das Gesamt­en­sem­ble ein­fügt, konn­te eben­falls besich­tigt wer­den.

Ganz im Gegen­satz dazu stan­den die bei­den Mau­so­le­en der groß­her­zog­li­chen Fami­lie im Park auf der Rosen­hö­he. Die Besich­ti­gung war etwas ganz Beson­de­res, denn die­se Grab­stät­ten wer­den nur sehr sel­ten für Besu­cher geöff­net. Das alte Mau­so­le­um  ist einem grie­chi­schen Tem­pel nach­emp­fun­den .Dort beweg­te beson­ders die lie­gen­de Plas­tik der klei­nen Eli­sa­beth, die schon mit 5 Jah­ren ver­starb. Das mar­mor­ne Abbild wur­de von Chris­ti­an Dani­el Rauch lebens­nah  gestal­tet. Das neue Mau­so­le­um ist dem Grab­mal der Gal­la Pla­ci­dia in Raven­na nach­emp­fun­den. Es begeis­ter­te mit sei­nen Mosai­ken und Cos­ma­ten­ar­bei­ten an den Sar­ko­pha­gen der her­zog­li­chen Fami­lie.

Den Abschluss bil­de­te die  Besich­ti­gung der ein­drucks­vol­len Wald­spi­ra­le. Die­se Wohn­an­la­ge mit 105 Miet­woh­nun­gen  wur­de von Frie­dens­reich Hun­dert­was­ser ent­wor­fen und vom Archi­tek­ten Spring­mann umge­setzt. Schon von Wei­tem erkennt man die typi­schen geschwun­ge­nen For­men und bun­ten Far­ben der Fas­sa­de. Hun­dert­was­ser erleb­te die Voll­endung sei­nes letz­ten gro­ßen Bau­pro­jek­tes im Jahr 2000 nicht mehr.


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